Auf den Spuren von Thomas Stevens

Am 28. Mai 1885 erreichte Thomas Stevens bei seiner Weltumrundung Österreich. Genau 130 Jahre später, am 28. Mai 2015 fuhr ich einen Teil der Strecke nach. Ausgangspunkt meiner Tour war Simbach am Inn.

Die Eiche war, als Thomas Stevens hier vorbeikam, gerade einmal 5 Jahre alt.

Die Eiche war, als Thomas Stevens hier vorbeikam, gerade einmal 5 Jahre alt.
Die Eiche war, als Thomas Stevens hier vorbeikam, gerade einmal 5 Jahre alt.

„At the town of Simbach I cross the Inn River again on a substantial wooden bridge, and on the opposite side pass under an old stone archway bearing the Austrian coat-of-arms. Here I am conducted into the custom-house by an officer wearing the sombre uniform of Franz Josef, and required, for the first time in Europe, to produce my passport. After a critical and unnecessarily long examination of this document I am graciously permitted to depart.“ Die Einreise nach Österreich gestaltete sich für mich wesentlich einfacher. Ich konnte die Brücke problemlos überqueren und erreichte die Stadt Braunau.

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Nach einer Runde durch die Stadt, machte ich mich auf den Weg Richtung Altheim. Dabei kam ich durch kleinere Ortschaften wie St. Peter am Hart. „Once out of the valley of the Inn River, however, I find the uplands intervening between it and the valley of the Danube aggravatingly hilly.“ Zunächst war es noch relativ flach, in der Ferne jedoch wurden bereits die ersten Hügel sichtbar.

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Nach 20 Kilometern kam ich in Altheim an. „While eating my first luncheon in Austria, at the village of Altheim…“ Ich wurde sehr freundlich empfangen und die Bewohner zeigten großes Interesse an meiner Maschine. Während ich im Arkadenhof des Braugasthofes Wurmhöringer aß, teilte mir ein Altheimer mit, dass er Bekannte habe, die auch Hochrad fahren würden. Vor meiner Weiterreise bekam ich noch zwei Flaschen Bier als Wegzehrung mit. Ich hatte zwar Schwierigkeiten diese sicher am Hochrad zu befestigen, aber nach einigen Kilometern in der Nachmittagssonne verschafften sie mir eine angenehme Erfrischung. „One hill after another characterizes my route to-day; the weather, which has hitherto remained reasonably mild, is turning hot and sultry…“ Auch 130 Jahre später wurde es sehr warm und da die Berge nicht flacher geworden sind, kam ich ziemlich ins Schwitzen.

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Mein nächstes Ziel war Ried im Innkreis. Bei 2 Rad Feja durfte ich mir Werkzeug ausleihen, um zwei lose Schrauben nachzuziehen. Nach einer Kontrolle konnte ich feststellen, dass meine Maschine sonst aber in sehr guter Verfassung war. Nach einem kurzen halt am Marktplatz, verließ ich die Stadt wieder und fuhr weiter Richtung Haag am Hausruck.

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Schon bald kam der Hausruck in Sicht, eine Hügelkette die es zu überwinden galt, um Haag zu erreichen.


Am Fuße des Mittelgebirges befindet sich die kleine Ortschaft St. Marienkirchen, wo ich bereits erwartet und mit einem kühlen Getränk versorgt wurde. Oben angekommen wurde ich mit einem herrlichen Ausblick belohnt.

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„…arriving at Hoag about five o’clock, I feel that I have done sufficient hillclimbing for one day.“ Dann endlich, kurz nach fünf Uhr, erreichte ich Haag. Der nicht gerade einladende Marktplatz ließ mich nicht lange dort verweilen und da ich noch einige Kilometer vor mir hatte, setzte ich meine Tour sogleich Richtung Lambach fort. „My road, on leaving Hoag, is hilly, and the snowy heights of the Nordliche Kalkalpen (North Chalk Mountains), a range of the Austrian Alps, loom up ahead at an uncertain distance.“

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Die schneebedeckten Gipfel der Alpen kamen immer näher. Mittig im Bild der Große Priel und rechts der Traunstein.

To-day is what Americans call a „scorcher,“ and climbing hills among pine-woods, that shut out every passing breeze, is anything but exhilarating exercise with the thermometer hovering in the vicinity of one hundred degrees. „The peasants are abroad in their fields as usual, but a goodly proportion are reclining beneath the trees. Reclining is, I think, a favorite pastime with the Austrian. In Oberaffnang traf ich auf diese netten Leute, die gerade mit dem Mähen einer Wiese beschäftigt waren. Hier wurde ich mit Kuchen versorgt und konnte so gestärkt die letzten Kilometer bis zu meinem Ziel zurücklegen.

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„Riding into Lambach this morning, I am about wheeling past a horse and drag that, careless and Austrian-like, has been left untied and unwatched in the middle of the street, when the horse suddenly scares, swerves around just in front of me, and dashes, helter-skelter, down the street. The horse circles around the market square and finally stops of his own accord without doing any damage.“ Glücklicherweise traf ich an diesem Tag auf keine Pferde, konnte Lambach gefahrlos durchqueren und war somit am Ziel meiner Tour angekommen.

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