Von Guglwald nach Krumau

Guglwald ist ein kleiner Grenzübergang im österreichischen Teil des Böhmerwalds. Dort startete ich meine Tour mit dem Star Sicherheits-Hochrad, mit dem Ziel Krumau (Český Krumlov), einer historischen Altstadt im Süden Tschechiens, auf der Liste des Weltkulturerbe. Ich kannte die Strecke schon, da ich hier öfter mit dem Auto unterwegs war und wusste dass ich zum größten Teil mit Asphalt rechnen kann. Nicht unwichtig, bei schmalen Vollgummireifen.

Allerdings vergass ich dass der Böhmerwald (Šumava) hier recht hügelig ist, ich bekams aber schon nach 5 Kilometern zu spüren. Bei 12% Gefälle lies sich mein Rad einfach nicht bremsen, ich stieg klarerweise vorher ab. Die Strecke führt zuerst zum Moldau-Stausee und dann entlang der Moldau durch Vyssi Brod nach Rozmberk. Hier gings meist flach oder leicht bergab auf der Landstraße dahin, wenig Autoverkehr, dichte Wälder, sehr angenehm. Etwas aufpassen muss man auf die Schlaglöcher, besonders wenn man schon schneller fährt.

7Rozmberk ist ein wunderbare Ort für eine Rast, idyllisch gelegen an der Moldau, mit einer alten gepflasterten Brücke und vielen Kanu-Fahrern die hier pausieren. Überhaut ist die Moldau in Südböhmen voll von Kanus, manchmal sieht man Gruppen von 20 Kanus auf einmal die Moldau hinabfahren, die Fahrer singend und trinkend mit dem Boot schaukeln 🙂 – Radfahrer sieht man gar keine.

Die Moldau entlang von Rozmberk nach Krumau ist es ziemlich hügelig und oft musste ich absteigen und schieben. War aber kein Problem, ich hatte es nicht eilig. Nach ca. 60 Kilometern und ein paar Stunden Fahrt erreichte ich dann doch ziemlich erschöpft Krumau. Obwohl ich weiß dass es hier von Touristen wimmelt und ich solche Horden eher meide ließ ich es mir nicht nehmen mit dem Rad die innere Altstadt zu befahren -solange ibs es nicht mehr ging und ich in dem Menschenmenge stecken blieb.

In Krumau gibt es das ehemaliges Fotostudio Seidel das heute ein Fotografie-Museum ist – absolut sehenswert, mit und ohne Rad. Hier ließ ich mich noch im ehemaligen Studio ablichten. Nach einem Abend und einer Nacht in Krumau (Unterkünfte sind günstig und gut) fuhr ich früh am nächsten Morgen wieder Richtung Österreich. Ich wählte dazu eine andere Strecke, über Svetlik – kürzer aber viel steiler. VOn den ganzen 45 Kilometern fur ich an diesem Tag maximal 25, der Rest musste schiebend bewältigt werden. Wobei das anstrengendste Stück gleich am Anfang kam, durch Vetrni. Da gehts 1-2 km nur bergauf, so steil dass schon das schieben extrem mühsam war.

Immer den Regen im Nacken erreichte ich Frymburk am Moldau-Stausee gerade noch vor den ersten Tropfen, stieg dort auf die Fähre und überquerte den See. Von da weg waren es nur mehr 10 Kilometer… leider war mein Lillybridge-Ledersattel aber schon so locker und lies sich nicht nachspannen dass ich die Schrauben der Sattelbefestigung schmerzhaft zu spüren bekam, was auch diese 10 Kilometer nicht ganz einfach machten 🙂

Start in Guglwald

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Rozmberk
Rozmberk

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Schloss Krumau
Schloss Krumau
Am Moldau Stausee
Am Moldau Stausee
Fotomuseum Seidel
Fotomuseum Seidel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3 Kommentare

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  1. Stéphane Cochet (Tonton Vélo : Stéphane) 6. Dezember 2016 — 22:47

    Fantastische Fahrt auf eine fantastische Maschine! Bravo und Danke, RADLMAX !!!
    Das letzte Mal, dass ich in Český Krumlov war, war es im Jahr 1986. Die Stadt war leer, ihre Zustand war absolut schlimm und Österreich liegte sehr weit entfernt 😉 !
    Stéphane

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