Singer Challenge 1883 – Reparatur

Von Gerald.

Nachdem ich das Singer in England gekauft und es mit Hilfe von Tim und Ivo nach Hause gebracht habe, mussten folgende Dinge gerichtet werden, um das Rad fahren zu können:

  • Speichen: Einige der originalen 1/8″ Dickendspeichen waren schon so rostig, dass sie beim Drehen brachen. Ein paar sind schon bei einer früheren Reparatur ersetzt worden, allerdings wurden dabei die Speichenlöcher in der Nabe auf 5mm aufgebohrt und entsprechend dicke Speichen eingesetzt.
  • Kurbel: Eine Kurbel wurde ersetzt. Allerdings passte diese nicht richtig und konnte daher nicht weiterverwendet werden.
  • Sattel: Der Sattel, welcher bei den meisten Rädern aus der Zeit fehlt, war noch montiert aber aufgrund des brüchigen Leders nicht mehr zum Fahren geeignet.
  • Pedale: Ein Pedal wurde ersetzt und eignet sich zum Fahren nur bedingt, da es zu klein ist. Die Pedalgummis an beiden Pedalen passten nicht.
  • Lack und Nickel: Typisch für Fahrräder aus England, wurden fast alle Teile schwarz lackiert.

Nach dem Zerlegen wurden alle Blankteile abgebeizt, worauf unter dem Lack noch einiges an Nickel zum Vorschein kam. An Gabel und Rahmen konnte ich nur einzelne „Lackinseln“ mit originaler Linierung finden, der Rest war blankes Metall, weshalb ich mich dafür entschied dort die Farbe so wie sie war zu belassen.

Als nächstes mussten die Speichengewinde in der Nabe repariert werden. Ich entschied mich für 3mm Speichen mit 3,5mm Gewinde, da sich diese mit Hilfe von Drahtgewindeeinsätzen mit relativ wenig Aufwand in die orignalen Löcher hineindrehen ließen. Ein größeres Problem stellten die 5mm Löcher dar. Hier musste ich M5 Schrauben mit einem 3mm Loch versehen, in welches ich dann 3,5mm Gewinde für die Speichen schnitt.

Die Kurbel ließ ich nach dem originalen Muster so gut es ging nachmachen. Die Details habe ich dann noch selbst mit einer Feile herausgearbeitet.

Nachdem die Speichen angekommen waren ging alles recht schnell. Kurz nach der Fertigstellung fuhr ich es bei der IVCA Rally in Schweden, wo ich das Century (160 km) problemlos zurücklegen konnte.

 

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