Leserbrief aus der Heimat der Gelbfüßler

Domi aus Karlsruhe hat uns einen außergewöhnlich kenntnisreichen Brief geschickt. Den wollten wir unserer verehrten Leserschaft nicht vorenthalten. Die eine oder andere defätististische Bemerkung wollen wir wohlwollend seinem jugendlichen Heißsporn zuschreiben, 🙂

Warum Domi lieber Hochrad als Dreirad fährt
Die Analyse von Henry Sturmey (*), anno 1879 ist weiterhin gültig. Damals stellte er fest, das Dreirad hat folgende Vorteile:
  • Für das auf und absteigen sind keine Anstrengung oder besondere Fähigkeit erforderlich.
  • Nicht muss erlernt werden, nu Praxis ist erforderlich um sich zu perfektionieren.
  • Der Fahrer kann anhalten und sitzen bleiben, ruhen und sich unterhalten, ohne abzusteigen.
  • Die Sicherheit im Allgemeinen ist höher.
  • Näher am Boden wird der Einfluss der Wind weniger gespürt.
  • Allerdings auch folgende Nachteile:
  • Mehr Reibung erfordert mehr Kraft, die Geschwindigkeit sinkt und die Aufstiege werden anstrengend.
  • 3 Spuren (manchmal nur 2) sind zu überwachen. Das fahren auf steinige Straßen und das ausweichen von Steinen und Löcher werden schwieriger.
  • In fall eines Unfall, ist der Risiko zwischen die viele Räder eingeklemmt zu werden höher.
  • Das gewicht ist höher, wegen das dritte Rad, und erfordert mehr Kraft.
  • Dreiräder sind schwieriger abzustellen, und die aufwende für das putzen sind höher.
  • Das Blickfeld des Fahrers wird herunter gesetzt, statt erhöht. Es folgt eher ein Gefühl der Geringfügigkeit als, wie im Fall des Fahrrads, das Gegenteil.
Die Schlussfolgerung ist eindeutig:
Obwohl die Bilanz am Ende auf die Seite des Hochrades zeigt, und immer zeigen wird, ist der Dreirad ein sehr nützliches Fahrzeug, sehr gut angepasst um die Anforderungen der ältere Männer, Damen, und ängstlich oder nervösen Personen zu treffen. Deshalb fahren Gerald und Domi Hochrad. Helge, Kyra und Frank können sich in die oben genannte Kategorien einsortieren. 😉
Übrigens, wer sich nicht zwischen Eleganz und Sicherheit entscheiden kann, wer Gürtel und Hosenträger trägt, mag sich für folgende Lösung interessieren:
atlantic
Notfalls lassen sich links und rechts bestimmt auch Stützräder montieren.

(*) Frei übersetzt, „The indispensable Bicyclist’s Handbook and guide to bicycling“, Henry Sturmey, 1879 & 1882. Quelle VCC Archiv, National Cycle Library, http://www.cyclemuseum.org.uk

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: